ISSN: 0041-4255
e-ISSN: 2791-6472

Nafiz Aydın

Bei den seit 1947 von Herrn T. Ğozgüç durchgeführten Ausgrabungen am Kültepe sind etwa 15.000 altassyrische Tontafeln gefunden aber nur sehr wenige Texte davon bis heute bearbeitet worden[1] Aus diesen veröffentlichten Kültepe-Texten erfahren wir, dass die assyrischen Kaufleute mehr als hundert Jahren in Anatolien waren und hierher kamen, nur um Handel zu treiben. Sie hatten damals eine gut funktionierende Handelsorganisationen in den K.rum und Wabartum [2]. Die Lagen von ICarıım und Wabartum, die in den altassyrischen Texten sehr oft genannt werden, konnten leider bis heute nicht ausfindig gemacht werden. Aus diesem Grunde können wir über die Ausdehnung der von den assyrischen Kaufleuten erschlossenen Handelsrume nichts aussagen.

Neben dieser Lücke in unserem Wissen, haben wir auch wenig Informationen über Haus- Feld- und Lagerverkauf, da zu diesem Punkt nur wenige Texte gefunden wurden. Deshalb haben sich Gott sei Dank C. Günbattı und S. Bayram in der lerzten Zeit dafür interessiert und in den- Mnden von Belleten über dieses Thema sorgfaltig gearbeitet [3].

Mit dieser Arbeit verbinden wir zwei Absichten. Die erste ist. durch die vollsffindige Bearbeitung eines Textes aus dem Museum von Kayseri über Hausverkauf, denjenigen zu helfen, die vorallem mit diesem Thema bescl-Wtigt sind [4]. Die Zweite ist, die Lagen der manchen Handelsorten in Anatolien zu diskutieren, die in den 1978 ins Museum von Kayseri gebrachten Fragmenten aus Kültepe genannt werden. Darüber hinaus wollen wir versuchen, die Stelle ausfindig zu machen, an der sie alte Stadt Karum Nahria lag.

Diese Kaufurkunde mit 6 Zeugen hat keinen inhaltlichen Unterschied mit den anderen hn1ichen Kaufvertr4en, die bis heute veröffentlicht worden sind. Nur kommt, wie in unserer Zeit statt 18 eqel, 1 Mine Silber in Frage, damit man den Verkaufer von ihren Vorhaben nicht abbringen kann.

Nach dieser kurzen Zusammenfassung kommen wir endlich auf den Ortsnamen in unseren Fragmenten und zwar Karum Nahria zurück.

Die seit 1947 von Herrn. T. Özgüç durchgeführten Ausgrabungen am Kültepe ist im Sommer 1978 auf dem K.arum fortgesetzt worden. Neben den Keramik wurden dort auch viele altassyrische Tontafeln gefunden. Diese Tontafeln sind, wie an jedem Ausgrabungsschluss,durch die Kommission nach Ankara mitgebracht worden, damit man diese Texte bearbeiten kann. Aber dagegen wurden manche andere kleine Fragmente der Tafeln ins Museum Kayseri am 20. io.1978 abgeliefert [8].

Wie H. özeski sagte, der an den Ausgrabungen am Kültepe seit zwei Jahren als der Vertreter des Kultusministeriums vom Museum Kayseri teilnahm, sind manche von diesen Fragmenten in einer Ruine unter der Schicht I/b und auf eine zerstörten Weg gefunden worden. Die anderen Fragmente stammen aber aus II. Schicht, auf einem kleinen Boden wie 2x3 Qm. Wie bekannt, erlauben die Ausgrabungen in der Ansiedlung der Kaufleute vier Schichten zu unterscheiden, von ihnen kann Schicht I weiter als I/a oben und I/b unten untergeleitet werden. Abgesehen von ungefahr 50 Tafeln, die man in der Schicht I/b gefunden hat, stammte die grosse Mehrzahl der Tafeln aus der Schicht II [9].

Die bis jetzt am Kültepe gefundenen altassyrischen Tontafeln sind sowohl für den damaligen Handel und die Transportgüter, als auch für die Geographie des alten Anatoliens sehr wichtig. Unter diesen Gesichtspunkten gewinnen natürlich die Ortsnamen der Kültepe-Texte und die Frage ihrer Lokalisierung besondere Bedeutung [10]. Wichtige Aufschlüsse zu diesen Problemen sollte man natürlich aus den vielen Tausenden von Texten aus den türkischen Ausgrabungen am Kültepe erwarten,die sich jetzt im Anatolischen Museum in Ankara befinden, infolger der Arbeitsweise von unseren Kollegen aber leider nicht veröffentlicht werden [11]. Solange die in diesen Texten enthaltenen Ortsnamen der wissenschaftlichen Diskussion aber vorenthalten werden, wird man der Lösung auch von Einzelteilen dieses Fragenkomplexe kaum nÜler kommen können.

Auf der anderen Seite hat man lange und bis in die jüngste Zeit hineingedacht, dass praktisch aile hethitischen Texte aus Boğazköy stammen. Jetzt aber sind seit 1975 auch bei den von. T. özgüç am Maşat Höyük bei Tokat durchgeftihrten Ausgrabungen zahlreiche hethitische Texte zum Vorschein gekommen [12]. Es liegt nahe, anzunehmen, dass auch die altassyrischen Texte nicht ausschliesslich vom Kültepe stammen, sondem dass es in Anatolien noch manche anderen Höyüks geben mag, unter denen 'altassyrische Texte' begraben liegen. Man kann deshalb viel Neues von dem neuen Material erwarten, das unsere Kollegen in Ankara hoffentlich bald zuOnglich machen werden.

Am 3. Oktober 1977 brachte tı mlich M. Kebapçı, ein Angestellter der Feuerwehr von Kayseri, eine Tontafel ins Museum Kayseri [13] und sagte, dass sie von einem Schafhirten in der Umgebung von Boğazlıyan bei Yozgat gefunden worden sel [14]. Wir sind deswegen am 25. Mai 1978 nacht Boğazlıyan gefahren, um in der Gegend befındlicheHöyüktepe zu untersuchen. Dort haben wir die Keramiken auf dem Höyük und auch auf den Feldem gesammelt. Nach einer sorgffiltigen Untersuchung haben wir arı Ort und Stelle festgestellt, dass dort von der alten Bronzezeit (23oo-2000 v. Chr.) bis Bizantinien cin durchgehendes Leben vorhanden war [15]. Sowohl auf dem Höyük selbst, als auch auf den umliegenden Feldem haben wir viele Zerstörungen gesehen, die von den Dörflem oder Antikenhkidlern gemacht worden sind. Aus diesem Grunde müssen wir annehmen, dass die archologischen Sachen wie Vasen, Kannen, Tassen und Töpfe mit verschiedenen Typen hier gefunden wurden, die die AntikenhMıdler in der Zwischenzeit in die Museen Kayseri, Niğde und Adana gebracht haben. Die Möglichkeit besteht durchaus, dass die Tontafel, auch die wir oben erwMint haben, von dieser Gegend ins Museum gekommen sein mag.

Auf den Fragmenten, die wir unter nur mit den Kopien bearbeitet haben, kommen manche Ortsnamen, wie Kni, Puru§hatum, Timilkia, Turhumit und alatuwar vor, deren Lagen uns ausser Kni leider nicht bekannt sind. Aber trotzdem erfahren wir von den bisher in K.Mıi'ğ gefundenen altassyrischen Texten, dass Kani § damals mit einem Weg mit der Hauptstadt A§§ur verbunden war, die mit diesem Namen nur ganz selten vorkommt [16]. Sonst heisst sie einfach die Stadt Mum. Über diesen Weg geben uns E. Bilgiç, A. Goetze und P. Garelli einige Aufschlüsse,obwohl über die Lage dieser Orte die altassyrischen Texte selbst wenig Sicheres ergeben [17]. Aber hier kommt uns der Umstand zu Hilfe, dass viele dieser Orte noch in der Hethiterzeit existieren und sich nach den hethitischen Texten in einen bestimmten geographischen Zusammenhang einreihen lassen.

Wie wir von diesen Texten erfahren haben, betrug dieser Weg von Miür bis KM-ffl etwa 1000 Km, und die Strasse, auf der man von A§§ur zum Euphrat und von dort durch die Hsse des Taurus nach Kappadokien zu reisen pflegte, lsst sich an Hand von Aufzeichnungen über Ausgaben an den verschiedenen Wegstationen rekonstruieren, sie führt durch die mesopotamische Ebene zu der Gegend von Harran, überschneidet den Euphrat wahrscheinlich bei Birecik und steigt durch verschiedene Hsse auf die anatolische Hochfikhe hinauf bis KANi§[18].

Nach E. Bilgiç erreichte die Strasse von Ağğur, die meistens von den Kaufleuten benutzt wurde, nach der anatolischen Ebene mit den verschiedenen Nebenwegen nach K.ni§ [19]. Eine von diesen Strassen führte an Mara § vorbei und dann über Göksun, Kemer und Sarız nach ICini§. Es gab auch einen anderen Weg von Kemer über Şar und Kurubel. Die Nordstrasse von E. Bilgiç führte den Euphrat entlang bis Malatya und von dort ab über Gürün und Uzunyayla bis Kanis.

Aus diesem Grunde müssen also die oben erwhnten Ortsnamen, die auf unseren Fragmenten vorkommen, in der Gegend, aber sicher an diesen Strassen gesucht werden [20].

ı . Purushatum

Diese Stadt, die man in den altassyrischen Texten ohne Ver'arıderung immer pu-ru-u§-ha-tum schreibt, war damals cin grosses Handelszentrum in Anatolien für die assyrischen Kaufleute [21]. Wie E. Bilgiç in Bel. X/39,387 mitteilte, schreibt man auf einem Brief die Transportunkosten von K2Ini§ über Wa§hania, Nenağa und Ulama bis Puru§hatum [22]. Nach diesem Brief erreichte man Puruffiatum von Kkıi§ in vier Tagen. Nach dem Text °IP 27,54 aber führte cin Weg von Kni über Wa§hania und Mallita nach WahhAana. Sozusagen bog der Weg, der nach Wahhığana führt, in Waffiania in eine andere Richtung ab. Nach den Berichten der Texte können wir annehmen, dass diese Abbiegııng nicht nach Norden, sondem mit einer grossen Wahrscheinlichkeit nach Süd-westen führte. Wenn man die Richtung lUni§-Nena:sa vor Augen halt, kann man mit elnem solchen Weg in Richtung nach Süd-westen in vier Tagen Puru§hatum erreichen, deren Lage wir deshalb bel Niğde oder in dieser Gegend suchen müssen. Nach den altassyrischen Texten liegt Puru§hatum tatskhlich nicht so weit von Wah§u§ana und sie kommen in den meisten Texten zusammen vor. Nach dem Text KTH 1 liegen sie sogar nicht so entfernt voneinander. An dieser Stelle müssen wir auch sagen, dass Karum Puru§hatum in unseren Texten wie mt Puru§hatim als cin Land bezeichnet wurde [23].

2. Timilkia

Timilkia kommtin den altassyrischen Texten sehr 11.ufig vor. Wir sehen auch den Namen dieser Stadt in den einigen hethitischen Texten. Aber trotzdem können wir nicht feststellen, wo wir diese Stadt lokalisieren sollen, weil sie in den Listen von Handelsunkosten an den Strassen kaum gesehen werden [24]. Wir wissen nur, dass die ffindler dort wolle kauften und verkauften. Aber nach den Texten TC 81,44 II 27,16 und einen Brief TC III 98,6 der von dem für den Handel von K.k.um zu Kk-um durchreisenden Puzazu an seine Frau in Kkıı§ geschrieben worden ist, nehmen wir an, dass diese Stadt zwischen Sivas und Malatya liegen kann. Auf einem Fragment unten Nr. 7 kt.78/Et.118,8- o liest man folgendes: i-nu-ml KASKAL tum is-tuTi-mi-il-ki a-na Ka-ni-is is-ri-du-ni "Als die Karawane von Timilkia nach Kkıi geleitet hat" Nach diesem Fragment können wir sagen, dass Timilkia mit K.S.ni§ direkt in Verbindung war. Mit einem anderen Wort befindet sich zwischen Timilkia und Kkıi§ keine andere Stadion. A. Goetze lokalisiert sie auch zwischen oberem Halys und oberem Euphrat mit Hahhum, Samuha und Tekarama zusammen [25].

3. Turhumit

Obwohl K.k.um Turhumit, die bis jetzt veröffentlichten Texte aus Kültepe sehr hkıfig vorkommt, ist die Lage dieser Stadt leider nicht nachweisbar. Es ist uns nur bekannt, dass sie als Herkunftsort für das sogenannte "verfeinerte Kupfer" (—URUDU.SIG5/Erüm dammuqum) ist. Inden Texten wird man sie oft vor Wah§u§ana und Salatuwar geschrieben, und Puru§hatum kommt meistens mit ihnen zusammen vor[26]. Trotzdem nimmt man an, dass Turhumit nicht so nahe von diesen StkIten liegt. Nach A. Goetze liegt sie zwischen Boğazlıyan und Merzifon, wie Hathi§ Tuhpia, Tawinia und Zalpa, die die am weitesten nach Norden vorgeschobene Grııppe von Orten gehören [27]. Dagegen kann man nach dem Text BIN IV 70 sagen, auf den cin Satz hinweist, dass es auch dazwischen noch einen anderen Weg gab. Dadurch können wir annehmen, dass sie an dem Weg Wah§u§ana und Salatuwar nach Kni liegt. Sozusagen konnte man damals von Turhumit ab ohne nach Kni einen Abstecher zu machen, an Kni§ vorbei direkt nach Wah§u§ana kommen, die wir oben bei Niğde oder in der Umgebung haben lokalisieren wollen. Nach den Texten, die vielleicht bei Everek/Develi gefunden worden sind, kann man sagen, dass eine Südstrasse von Turhumit bis Salatuwar führte. Auf diesem Grunde soll Karum Mallita hier um das Dorf Millidere bei Develi/ Kayseri gesucht werden.

4. Salatuwar

In den altassyrischen Texten aus Kültepe kommt Salatuwar oft mit dem Namen von Wahhi§ana zusammen vor. Die Texte helfen uns zwar für die Lage dieser Stadt nicht, aber wir erfahren trotzdem von ihnen, dass Salatuwar cin Wabartum wie Mama, Samuha, Ulama, Wa§hania und Zalpa ist [28]. Wie die Texte nachweisen, war die assyrische Kaufmannschaft in den kleinasiatischen SCidten als K.rum "Handelskommune" oder als Wabartum "Station, Kolonie von Fremden" organisiert. galatuwar kommt auch sowohl im historischen Text Anittas, als auch in den anderen hethitischen Texten vor, weil sie zur Zeit Anitta das Zentrum eines Königstums war und dadurch eine grosse Rolle spielte [29]. Wegen ihres Namens, die mit Wah§u§ana und Puru§hatum zusammen vorkommt, und sie von ihnen nicht so weit entfernt zu sein scheint, lokalisiert man sie, wie A. Goetze vorgeschlagen hat, südlich von mittleren Halys, in der Gegend, die auch bei den Assyrern schon "Unteres Land" geheissen hat [30].

5. Karum Nahria

Eine von diesen Handelsstkiten, die wir oben erw&ınt haben, ist höchswahrscheinlich Yanıkkale bei Silopi, wo der Habur in den Tigris mündet [31]. İm Jahre 1973 hatte ich die Möglichkeit, dieses Höyük an Ort und Stelle zu untersuchen, als ich dort damals meinen Wehrdienst machte. Durch die altassyrischen Texten, die bis jetzt bearbeitet worden sind, erfahren wir, dass es in Anadolien mehr als 20 Kffi-um und Wabartum gab. Eine von diesen Stklten ist Nahria, das in unseren Texten manchmal als Ni-ih-ri-a geschrieben wird. B. Landsberger fügte hinzu, dass K;Irum Nahria in der Umgebung von Mardin gewesen sein könnte und es durch einen Kanal mit A§§ur verbunden war[32]. Meinen Beobachtungen nach, ist es möglich, dass das heutige Yanı kkale auf der alten Stadt und K.rum Nahria liegt. Denn sie befindet sich am Fluss Tigris, der als natürlicher Kanal ICarum Nahria mit der Hauptstadt Miur verbindet. A. Goetze behauptete, dass Nahria nach Syrien oder Obermesopotamien gehört habe, und zur Hauptstadt ifflur eine Handelsbrücke gewescn sei. [33]

Ausserdem fangen die Höyüksnamen im Türlcischen wie bekannt immer mit einem Adjektiv an, wie z.B. kara-, kül-und yanı k-. in diesen F1- len bedeuten kara "schwarz", kül "Asche" und yanı k "gebrannt". Aus dicsem Grıınde kann man feststellen und deutlich sagen, dass das Höyük Yanı kkale nicht anders sein Icann, als unsere Stadt Nahria. Karahöyük bei Konya und Kültepe bei Kayseri sind zwei gute Beispiele dafıir.

im Jahre 1981 vor etwa co Jahren sagte mir ein Farchmann aus Münster in Kayseri, dass er im Museum von Mardin cin Paar Tontafeln gesehen hkte.Wir wissen noch nicht, auf welcher Weise und Wocher diese Texte ins Museum gekommen sind. Allerdings wissen wir schon, dass es im Museum von Adana etwa 25 altassyrische Tontafeln gibt, clic. Antikenlı ndler dorthin gebracht haben. Nach K. Hecker stammt zumindest einer dieser Texte Nr. 237 B. dem inhalt nach nicht aus Kültepe. Daher können wir vermuten, dass die Texte, die im Museum von Mardin vorligen, hier in dieser Gegend gefunden wurden. Der Text aber, den wir unten vollstjindig bearbeiten wollen, best,tigt unsere These, dass die Stadt ICrum Nahria unbedingt hier gesucht werden muss [34].

Dipnotlar

  1. s. S. Bayram, Belleten LV/213, 297.
  2. s. B. Landsberger, AO 24, 8.
  3. S. C. Günbattı , Bel. LIII/206, 51-60, Ev satışlanyla ilgili 5 Kültepe tableti ve bunlardan çıkan bazı sonuçlar, s. Bayram, Bel. LV/213, 297-313, Taşınmaz mallar hakkında yeni Kültepe tabletleri.
  4. Diese Tafel, die 4.4x5. 2x2.8 cm. gross ist, ist im Jahre 1932 von einem Dörfler gekauft und im Museum von Kayseri unter der Env. Nr.337 existiert worden.
  5. Kikarian mit nebenforrn Kikarien vgl. E. Bilgiç, Anatolia 8,154 t, C. Günbattı , Bel. LI/ı gg Kt. g/t 42,33. Ich muss hier nochmals betonen, dass wir diesen Artikel nicht Für die Anfânger, sondem für diejenigen schreiben, die schon Altassyrisch kennen.
  6. P&ru-a/wa kommt als Personnennamen in den altassyrischen Texten sehr oft vor. s. P-rır-wa DUMU KTS 46,23, Ba-ba-la DUMU P-ru-a TC 68,4 usw. Aber als Ortsnamen ist es bis jetzt niernals und niergends vorhanden. Aus diesem Grunde ist Perua şehri/Stadt Perua cin Fehler von. C. Günbattı, den er in einem Aufsatz Bel. LI/199 1-8 so angenommen und unwissentlich falsch übersetzt hat. Vgl. i-na Ki-ni-ii "Peruwa Kt.ı /t 42, 1I-12, 2 qâ-qâ-da-tum i-na a-lim k K•-ru-wa" Iki kişi Peruwa şehrindedir - zwei Personen sind in der Stadt Peruwa." 39-40.
  7. Wer diese altassyrischen Texte bearbeitet, der soll wenigstens versuchen, die Sâtze bzw. die Personnennamen zu ergârizen und sie vollstündig umzuschreiben, wenn sie irgendwie kaputt sind. Nach diesen kurzen Worten möchten wir hier an Ort und Stelle hinzufügen, dass es immer möglich und nicht schwierig sind, die Personnennamen, die S. Bayram und E. Bilgiç ganz einfach frei gelassen haben, folgendes zu ergânzen: [Sâ-we-] daiu und KISIB DUMU [i-tur4-1-Ii] Vgl. Bel. LV/213 1,24 und AKT 8 Z. 3, DUMU Sa-ra-pü-nu-wa Kay. 308 9-1o, s. TMH 1,360,8.
  8. İch bin sowohl meinem Kollegen H. özeski, der diese kleinen Fragmente aus Kültepe ins Museum Kayseri gebracht hat. als auch meinem Lehrer T. ozgüç dankbar, der mir diese Bearbeitung und VerötTentlichung gestattet hat.
  9. s. dazu T. özgüç, Kültepe Kazısı Raporu 1947, 6-7 und A. Goetze, Kleinasien, 7o.
  10. Für die Abkürzungen s. K. Hecker, Grammatik der Kültepe-Texte (An.Or.44,) Rom 1968, XI-XII.
  11. Die Bearbeitung von E. Bilgiç und seinen Schülern, die mit der Sene AKT (Ankara Kültepe Tabletleri, oder Ankaraner Kültepe-Tafeln anfangt, ist die neuen wissenschaftlichen Forschungen sehr wichtig. Wir hoffen darauf vom Herzen, dass sie darüber weiterrnachen werden.
  12. s. T. ozgüç, Maşat Höyük Kazılan ve Çevresindeki Araştırmalar, ı ı fr. TTKY V/38, Ankara 1978. S. Alp, Bel. XLI/164, 637-647.
  13. Diese Tafel wird mit den anderen Geschaftsbriefen spater von uns berabeitet werden
  14. Es ist eine Erfahrung, dass die Antikenhndler oder Dörfier die Fundplatze von Tontafeln oder anderen Objekten kaum jemals mitteilen wollen oder können. Wie z.B. gab M. Kebapçı für die Tontafel als Fundort eine Lokalitt an, die einer Nachprüfung nicht standhielt.
  15. Höyüktepe liegt ungeffihr 18 Km. nord-westlich von Boğazlıyan entfernt und neben einem kleinen Dorf namens Yoğunhisar. Ein guter Weg verbindet Boğazlıyan über Sankaya mit diesem Dorf, wo die ffiuser typisch mittelanatolisch gebaut worden sind.
  16. Altassyrische Texte sind bis heute in Kültepe, Alişar und Boğazköy gefunden worden. Für die Bearbeitungen der Kültepetexte s. K. Hecker, An.Or. 44, die Texteditionen 2-8.
  17. s. E. Bilgiç, Af0 15, 1945-511 27 ff, A. Goetze, Kleinasien, 67 IT, P. Garelli, Les assyriens en cappadoce (—AC), Paris 1963.
  18. s. A. Goetze, Kleinasien, 72.
  19. s. E. Bilgiç, Af0 15, 1945-51, 27 ff. und Bel. X/39 381-423.
  20. s. Kar. ı und Vgl. i-na (Pu-ru-us-) ha-tim 3, 1-2.
  21. in den hethitischen Texten schreibt man den Namen der Stadt sowohl Puruihanda, als auch Paliuhanda. s. dazu Garstag, index 12.
  22. Vg. TC III 165: ii-tü a-di Wa-â§-ha-ni-a ag-mu-ur 3-4, ii-tü a-di Ne-na-ia-a ag-mu-ur ii -12, Ne-na-Ia-a a-na G-U-ma ag-mu-ur 22-23, ii-tü Ü-la a-cli Pu-ru-ui-ha-tim ag-mu-ur 29-30.
  23. Vgl. KTH I, 1-4: a-na A-§ur-na-da ql-bi, -ma um-ma 1-cli-i§tar-ma ki-ma ma-at Pu-ru-ui-ha-tim lu Wa ah-§u-§a-na sa-ah-a-at-ni "An M§ur-nada sprich folgenderrnassen Idi-ffiar: Demgemiss dass das Land Puru§hatum oder Wahhana im Aufstand ist."
  24. 24s. 0E. :B1ilg :iç , DDe Il . / 3g, rA. nm. 53 und Garstang, index, S. 40, Lewl, OLZ 1923 5.542 n.1, Goetze, Kleinasien, 68. Für die Scheeibungen des Stadtsnamens vgl. a Ti-m-il 5-ki-a lili- kam 1CK I 15o, 16, 5 G1N GCSKİN a-na-ru-ba-im KTP 442, 1-3, ü KI:J.BABBAR'P-unu i-ta-ba-al a-na Tl-mi-i15-ki-a KTS 30, 32-34. a Ti-mi-il ,-ki-a "nach Timilkia" und i "in KanW. Wie bekannt, schreibt man die Prapositionen a-na und i-na in den altassyrischen Texten oft a- und wie z. B. i s. 4,2. Aus diesem Grunde ist 1-Ka-ri-im/Ikkarum als Personennamen nicht richtig, den Doç.Dr. C. Günbatti in seinem Aufsatz, Bel. LI/ ı gıg, Kt.g/t 42, 4 so angenommen hat. Das muss man als Kari-im denken und "in Kartım" übersetzen.
  25. s. A. Goetze, Kleinasien, 72.
  26. s. TC II 36, 30-38, BİN IV 70, 6-1o.
  27. s. A. Goetze, Kleinasien, 72. Für die verschiedenen Schreibungen des Karum Turhumit vgl. Tü-ur-hu-mi-it KTS 3 b, 8, Tü-ru-üh-mi-it TC II 52, 4, Tur. -üh-mi-it OİP 27, 56, 39, Tur.-hu-ml-it KTS 55, 2, ICK I 86, 33, 187, 47, Kt.f/k 183, 6 i-na Tur.-hu-mi-it Kas. Tk. 78/Et. 83, 7. Vgl. AKT. 17, 30-32 und 66, 8-16: 1-na Tur 4-hu-mi-it a-na URUDU:SİG 5 lu-ta-ir-ma a-na Ka-ni-ii lu-bi-i15-ma. 3 GO 20 ma-na 1-na Tur4-hu-mi-it URUDU.SİG 5 ia-bu-ra-am A-lur-tab a-na u 4-mi-im dAdad-su-lu-li sa AN.NA i-la-qal. i-na Tur,-hu-mi-[it] 4, /
  28. s. TC 32, 6 und vgl. g TUG ku-ta-ni û 3 ma-na AN.NAk wa-bar-tum la a-la-tüar is-ba-at KTH 16 A 21-23, wa-ba-ar-tum la Sa-la-ti-wa-ar cli-nam i-dt-in-ma Adana 237 A 1-3, Für die verschiedenen Schreibungen s. Sa-la-tü [-wa-ar] 5 Rs. 2, 8, 5. a-U-tf-wa-ar Gol. 14, 13, BIN IV 148, 27, KTS 55 a 20, Sa-la-tü-wa-ar CCT IV 39 b 7, BIN VI 204, 20, Bo 289/h, to. Sa-la-tü-ar BIN IV 6,6 VI 261, 5, KTP 440, 5.
  29. s. E. Bilgiç, Bel.X/39, Anm. 76.
  30. s. A. Goetze, Kleinasien, 72 und vgl. AKT. 64 1-12: i-na 2/3 ma-na Ke.BABBAR 1 ma-na 1 1/2 GİN ia ik-ri-bi -a KEI.BABBAR a-na §a i-li-bi,-a ik-ri-bi-a i-ba-§i-ü i-na Sa-lâ-tü-wa ar i-na e-ra-bi 4-a ...
  31. s. Kar. 2 und 3.
  32. s. B. Landsberger, Bel. III/ 143,217 und Anm. 32. Für die Schreibungen der Stadtnamen s. Na-ah-ri-a BIN IV 206 (—El 210) A 3, g, Ni-ih-ri-a KTS 12, 23, a-na Ni-ih-ri-a-e-im a §u-mi Su-Ikar âi-cp:11 El II S. 179.
  33. s. A.Goetze, Kleinasien, 72 ff.
  34. Diese Tafel, die 4.7X4.6X1.8 cm. gross ist, ist im jahre 1965 von einem Dörfkr gekauft und im Museum von Kayseri unter der Env. Nr. 5064 existiert worden.
  35. asiru(m) "Gefangener" AHw. 74 a, a-sf-ra-am dannam ta emüciim "einen starken, krftigen Gefangenen (kaufe mir!) TC 3, 98, 16. Vgl. 1-na TÜG.HI.A i-ku-un "er legte seine Hand auf die Stotre." CCT Il 37 a 25-26. i-se-er lu-q6-tim "auf die Ware" K. Hecker, GKT 103 C. g.

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