Recep Yıldırım

Keywords: Urartäisches Reich, Geschichte, Hauspferd, Archäologie

In Museen und Sammlungen findet man viele verschiedene Formen urartäischer i rensen. Von diesen sind nur die mit Inschrift versehenen als urartäisch gesichert, alle anderen können nur zugewiesen werden.

Einen Teil der von mir herausgegebenen Trensen habe ich in den Museen von Adana, Van und Gaziantep klassifiziert[1], einen Teil im Museum von Elazığ. Von diesem Material ausgehend habe ich die fol­genden Merkmale urartäischen Trensen feststellen können:

I —Trensen mit beweglichem Knebel

I A —Trensen mit 4 Ring-Knebel

I B —Trensen mit 3 Ring-Knebel

I C —Trensen mit 2 Ring-Knebel

I D — Nor-Are؟ Typen Trensen

I E —Trensen mit gelochten Knebeln

II —Trensen mit Jestern Knebel

II A —Trensen mit geradem, unverziertem Knebel

II B —Trensen mit verziertem Knebel

II C —Trensen mit dreiteiligem Mundstück

III —Trensen ohne Knebel

III A —zweiteilig gebrochenes, gedrehtes Mundstück

III B —zweiteilig gebrochenes, gerades Mundstück

Allgemeine Merkmale von Trensen

Nach der obengenannten Klassifizierung kann man ganz allgemein zwei Typen von Trensen unterscheiden: solche mit Knebel und solche ohne Knebel (Kantarma). l’rensen ohne Knebel haben ein Mundstück und an den Enden zwei Zügelringe, Trensen mit Knebel haben neben dem Mundstück zusätzlich den Knebel.

Mundstück heisst der Teil der Trense, der sich im Maul des Pferdes befindet. Das Mundstückteil hat im Laufe der Zeit keine grossen Änderungen erfahren: es ist entweder zwei-oder dreiteilig: die zweiteilig gebrochenen haben gerade Mundstückstangen, die glatt oder kordelartig gedreht sein können; die dreiteilig gebrochenen bestehen aus drei ineinandergesteckten Ringen, die z.T. mit dornähnlichen Ausbuchtungen ١’ersehen sind.

Knebel heissen die Teile der Trensen, die senkrecht zum Mundstück aussen an dem Maul des Pferdes angebracht sind. An den Knebeln werden die Riemen für Zügel und Zaumzeug angeknotet. Zu diesem Zweck befinden sich an den Knebeln Löcher und Ringe. Entsprechend den unterschiedlichen Typen von Knebeln und Verzierungen, sind auch die Löcher und Ringe in unterschiedlicher Weise gestaltet.

Die Backenstücke der Trensen haben eine ungefähre Länge von 15 cm. Zügelringe und Mundstücke haben insgesamt eine Breite von 10 bis 20 cm [2].

I — Trensen mit beweglichen Knebeln

Diese Trensen sind folgendermassen konstruiert: in der Mitte der Knebel befindet sich eine röhrenförmige Öffnung durch die das jeweilige Ende des Mundstücks hindurchgesteckt ist. Von aussen sind auf die Enden der Mundstücke die Zügelringe aufgesteckt, so dass die Knebel zwar nach rechts und links freibeweglich sind, sich aber nicht von dem Mundstück lösen können.

I A — Trensen mit 4 Ring-Knebel

Die Knebel dieser Trensen haben je zwei Ringe zu beiden Seiten des Zügelrings, die Kopfriemenösen. Auf dem Teil des Knebels zwischen den beiden Ösenpaaren ist eine Inschrift angebracht mit dem Namen des urartäischen Königs Menua.

Abb. 1: Erivan, historisches Museum von Armenien, Inventarverzeich­nis Nr. 2010-77, Bronze, gefunden 1952 in Karmir Blur.

Die Knebel dieser Trensen sind stangenförmig, ihre Enden spitz und nach aussen gebogen. Sie sind in der Mitte durchbohrt und weisen nach aussen einen röhrenförmigen Ansatz um die Durchbohrung auf. Durch

dieses Rohr sind die Mundstücksstangen gesteckt, so dass die Knebel beweglich sind. Die Knebel haben zu beiden Seiten dieser mittleren Durchbohrung je zwei Ringe um die Kopfriemen zu befestigen. Das Mundstück der Trense ist gerade und stangenibrmig, vom zweiteilig gebrochenen Typ. Die beiden Mundstückteile sind in der Mitte mit je einem hakenförmigen Ring ineinandergesteckt. An den äusseren Enden der Mundstückstangen befindet sich je ein breiter Zügelring. Auf den Knebeln ist in dem Bereich zwischen den beiden Ösenpaaren in Keilschrift die Inschrift angebracht: “SA iMe-nu-a”[3].

Abb.2: Museum Gaziantep, Inventarverzeichnis Nr. 1.55.77, Bronze, Mundstückbreite: 20,3 cm. Knebellänge: 17 cm.

Das Mundstück der Trense ist gerade und stangenförmig, vom gebrochenen Typ. Die Munstückstangen bilden in der Mitte hakenförmige Ringe, die ineinandergesteckt sind. Auf die Mundstückenden sind regelmässig geformte Ringe aufgesetzt. Die Knebel sind stangenförmig und gegenüber den Mundstücksstangen beweglich. Die beiden Ösenpaar zum Befestigen der Kopfriemen sind sehr nahe beieinander angebracht. Auf beiden Knebeln ist die Inschrift in Keilschrift angebracht: “SA Me-nu-a” [4].

Abb.3: Regionalmuseum Adana, Inventarverzeichnis Nr. (?)[5], Bronze, Knebellänge: 1 7,3 cm.

Von dieser Trense ist nur eine Hälfte erhalten, ausserdem ist der Zügelringaufsatz verloren. Der stangenförmige Knebel ist an den Spitzen leicht gebogen hat hat je zwei kleine Kopfriemenringe zu beiden Seiten der- Mitteldurchbohrung. Auf dem Knebel ist wie bei Nr. 1 und Nr. 2 die Inschrift angebracht mit dem Namen des Menua in Keilschrift.

Abb.4: Regionalmuseum Adana, Inventarverzeichnis Nr. (?)[6], Bronze, Mundstückbreite: 11,2 cm, Knebellänge: 13,2 cm.

Die Trense ist nur zur Hälfte erhalten und die beiden Spitzen des Knebels sind abgebrochen. Der Knebel ist mit je zwei kleinen Kopfriemenringen zu beiden Seiten des Zügelrings versehen. Zwischen ihnen ist wie auf den vorigen Stücken in Keilschrift der Name des Menua angebracht.

Abb.5: Museum Elazig, Inventarverzeichnis Nr. 75.24.10, Eisen, Mundstückbreite: 20,5 cm. Knebellänge: 17 cm.

Diese Trense gleicht formal den vorigen, allerdings ist das Eisen stark angerostet, eine Knebelspitze ist abgebrochen. Die Kopfriemenösen an den Knebeln sind noch deutlich erkennbar.

I B — Trensen mit 3 Ring-Knebel

An den Knebeln dieser Trensen befinden sich 3 Kopfriemenösen. Auf den Knebeln ist in Keilschrift der Name des uratäischen Königs Menua angebracht.

Abb.6: Regionalmuseum Van, Inventarverzeichnis Nr. 3.1.78, Bronze Mudstückbreite: 22,5 cm. Knebellänge: 16,5 cm.

Das Mundstück der Trense gehört zum zweiteilig gebrochen I ypus. An den Enden des Mundstücks sind gut gearbeitete breite Zügelringe angebracht. Die Knebel sind leicht bogenförmig, sie sind wie die bisherigen beweglich mit den Mündstückstangen verbunden. Auf den Knebeln sind in gleichmässigen Abständen drei Kopfriemenösen angebracht. Beim Einsetzen der Trense in das Maul des Pferdes wurden diese Ringe nach oben gestellt, sie befinden sich im rechten Winkel zum Zügelring. Auf die Unterseite des Knebels ist die Inschrift in Keilschrift “,Me-nu-a-i ü-ri-is-hi” geschrieben[7]

Abb.7: Regionalmuseum Van, Inventarverzeichnis Nr. 3.2.1978, Bronze, Knebellänge: 16,5 cm.

Auf dem Knebel befinden sich drei Kopfriemenösen. Der Knebel ist in der Mitte gebrochen und repariert, er ist dünn, lang und bogenförmig. In Gegenrichtung zu den Kopfriemenösen ist die Inschrift “ Me-nu-a-i ü-ri-is- hi” zulesen[8].

Abb.8: Privatsammlung Ausland (Objekte aus Ostanatolien), Bronze, Knebellänge: 16,6 cm.

Das Trensenmundstück gehört zum gebrochenen Typus. Der Knebel ist leicht bogenförmig und gegenüber den Mundstücken beweglich. Auf den Knebeln befinden sich drei Kopfriemenösen und auf seinem unteren Teil die Inschrift in Keilschrift “،Me-nu-a-i ü-ri-is-hi” [9].

Abb.9: Privatsammlung Ausland (Objekte aus Ostanatolien), Bronze und Eisen, Knebellänge: 17 cm.

Nur die Hälfte der 1 rense ist erhalten. Das .Mundstück besteht aus Eisen. Der innere Ring des Mundstücks ist verloren. Der Knebel ist aus Bronze, stabil und gut erhalten. An dem bogenförmigen Knebel sind drei Kopfriemenösen angebracht. Die Inschrift auf dem Knebel in Keilschrift lautet “7Me-nu-a-i ti-ri-is-hi” [10].

Abb. 10: Privatsammlung Ausland, Bronze, Knebellänge: 14 cm Durchmesser: 1,4 cm.

Erhalten sind die beiden Knebel der Trense. Sie sind gerade und stangenformig, auf ihnen sind je drei gegossene Kopfriemenösen angebracht. Diese Knebel unterscheiden sich von den anderen dadurch, dass sie keine Spitzen haben, sondern gerade, stumpfe Enden. Der Durchmesser ist halbkreisförmig. Auf den Knebeln ist die Inschrift in Keilschrift “u-ri-x-is-he Me-nu-a-i” angebracht [11].

I C —Trensen mit 2 Ring-Knebel

Bei dieser Form von Trensen befinden sich an jedem Knebel in regelmässigem Abstand je zwei Kopfriemenösen.

Abb.11: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 85.1.22, Bronze Knebellänge: 17 cm.

Von der Trense ist nur ein Teil des Mundstücks und ein Knebel erhalten. Die Knebelspitzen sind leicht gebogen, die Form ähnelt sehr derjenigen der 4 und 3 Ring-Knebel mit Inschrift. Auf dem Knebel sind zu beiden Seiten der Mitteje eine Kopfriemenöse angebracht, der Zügelring ist besonders gross und stabil, der innere Hakenring des Mundstücks ist abgebrochen.

Abb. 12: Universitätsmuseum Philadelphia, Herkunft Ostanatolien, Inventarverzeichnis Nr. UM 67.39.28, Bronze, Knebellänge: 15 cm Mundstückbreite: 22 cm.

Die Trense hat gerade Knebel, an denen kurz vor dem Ende die beiden grossen Kopfriemenösen angebracht sind. Auf der Durchbohrung in der Mitte der Knebel ist ein rohrartiger Aufsatz angebracht, durch den die Mundstückstange hindurchgeht. Die Munstückstangen sind gerade und in der Mitte hakenförmig zusammengesteckt. Zwischen den Ende der Mundstückstange und dem Zügelring befinden sich drei Wülste [12].

Abb. 13: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 75.16.17-18, Bronze Knebellänge: 16,5 cm (jede davon).

Nur die Knebel der Trense sind erhalten. Sie haben je zwei Kopfriemenösen mit halbkreisförmiger Öffnung. Die Backenstücke sind leicht gebogen. Die Durchbohrung für das Mundstück ist viereckig.

Abb. 14: Museum Gaziantep, Inventarverzeichnis Nr. (?), Bronze­Eisen. Knebellänge: 13,3 cm.

Ein Knebel ist erhalten. Die Form ist bogenförmig, die Spitzen haben pilzfömige Kappen. Das Loch in der Mitte des Knebels ist angerostet. Abgesehen von diesem Rest war das Mundstück aus Eisen. Die Kopfriemenösen werden durch zwei halbkreisförmige Ringe gebildet. An einer Seite befinden sich zwischen dem stabilen halbkreisförmigen Ring und der pilzfömigen Spitze dünne Zickzacklinien.

Abb. 15: Museum Gaziantep, Inventarzeichnis Nr. (?), Bronze-Eisen, Knebellänge: 10,5 cm (einseitig abgebrochen).

Ein Knebel der Trense ist erhalten, eine Spitze ist abgebrochen. Die andere Spitze ist stabil und pilzfömig gestaltet. Der Knebel ist bogenförmig mit zwei kreisförmigen Ringöffnungen als Kopfriemenösen. An einer Seite befindet sich zwischen dieser und der pilzförmigen Spitze eine Zickzackverzierung aus dünnen Linien.

Der aussergewöhnlich grosse Ring, der mit dem Knebel zusammen ins Museum gelangte, kann wohl als dessen zugehöriger Zügelring angesehen werden. In das Aufsatzstück dieses Rings ist die Spitze des eisernen Mundstücks eingesetzt, die jetzt abgebrochene Mundstückspitze war dort vernietet gewesen.

I D — Nor-Areş Typ Trensen

Bei diesem Trensentyp, von dem wir ein Exemplar untersucht haben, sind für die Kopfriemen an Stelle der Ringe oder Ösen Durchbohrungen angebracht.

Abb. 16: Aus dem ersten Grab von Nor-Areş (Erebuni Gräber) [13].

Von dem einen der beiden stangenförmigen Knebel ist ungefähr 1/3 weggebrochen. Die Spitzen der Knebel sind leicht nach aussen gebogen, sie

sind kugel/pilzförmig. Auf jedem Knebel sind je zwei Löcher für die Kopfriemen vorhanden, der Knebel weist an dieser Stelle eine Verdickung auf. In der Mitte des Knebels befinden sich wie üblich die Durchbohrungen, durch die die Mundstücke geführt sind, die dadurch beweglich sind. Die Mundstücke sind dicke, Stangen, die in der Mitte hakenförmig verbunden sind. An den äusseren Enden der Mundstücke sassen breite Zügclringe, von denen nur einer erhalten ist.

I E — Trensen mit gelochten Knebeln

Von diesem r٢rensentyp sind bisher nur Knebel gefunden worden, Mundstücke sind nicht erhalten. Vielleicht waren die Mundstücke dieser Trensen nicht aus Metall, sondern bestanden aus Ledernemen [14]. Die Knebel sind in gleichem Abstand und auf der gleichen Linie mit drei Löchern versehen, von denen wohl das mittlere für das Mundstück und die beiden seitlichen für die Kopfriemen bestimmt waren. Die Spitzen der Knebel haben unterschiedliche Formen, vom rein geometrischen bis zu stilisierten Tierköpfen.

Abb. 17: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 75.16.15-16, Bronze, Knebellänge: 17 cm.

Beide Knebel sind erhalten. Die Enden sind untersschiedlich gestaltet: die eine Seite ist hakenförmig gebogen mit abgerundeter Spitze, an deren Ende eine kreisförmige plastische Verzierung aufgebracht ist. Das andere Ende der Knebel hat einen geraden, unverzierten Abschluss. Die Knebelstangen weisen je drei rechteckige Löcher auf. An diesen Stellen sind die Stangen jeweils knotenförmig verdickt.

Abb. 18: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 76.5.120, Bronze, Knebellänge: 18,8 cm.

Ein Knebel ist erhalten, er ist wie der vorige hakenförmig gebogen an der einen Seite, an der anderen gerade abgeschlossen. Die Spitze des gebogenen Endes ist abgerundet und mit einem Spiralmuster versehen. Die Kncbelslange weist drei rechteckige Löcher auf. An diesen Stellen ist die Stange knotenförmig verdickt.

Abb.19: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 76.18.188-189, Eisen, Knebellänge: 19,2 cm und 19,8 cm.

Beide Knebel der Trense sind erhalten. Sie sind dünn, schildförmig und wie die vorigen an einem Ende gebogen mit runder Spitze, jedoch ohne

Verzierung. Von den drei rechteckigen Löchern in den Knebelstangen is, das tnitdere Loci, jeweils nur halb so gross wie die beiden anderen.

Abb.20: Universitätsmuseum Philadelphia, Inventarverzeichnis Nr. UM 67.3p.32, Bronze, Knebellänge: 17-18 cm. (aus. Ostanatolien).

Beide Knebel der Trense sind erhalten. Der eine Teil der Knebel ist bogenförmig gekrümmt, die Spitzen sind tierkopfartig stilisiert; das andere Ende hat einen geraden Abschluss. In der Mitte der drei Verdickungen befinden sich ellipsenförmige Locher[15].

Abb.21: Universitätsmuseum Philadelphia, Inventarverzeichnis Nr. 67.39.33, Bronze, Knebellänge 16 cm (aus Ostanatolien).

Lin Knebel der '!'rense ist erlialten. Beidt‘ Enden haben einen rechteckigen Durchschnitt, der ganze Knebel ist zu den beiden Enden hin bogenförmig .gebogen. Die Verdickungen auf dem Knebel und die darin befindlichen Locher sind kreisförmig [16].

KOMMENTAR

Wie bereits oben bei der Klassifizierung dargelegt, ist eines der wichtigsten .Merkmale der Trensen mit vier und drei Ringen und beweglichem Mundstück die Inschrift in Keilschrift auf den Knebeln.

In der Gruppe I A (Knebel mit 4 Ringen) sind die gemeinsamen Merkmale die Inschrift “SA ,Me-nu-a” in Keilschrift auf den Knebeln [17] und die eng nebeneinander angebrachten Kopfriemenringe. Diese Ringe zeigen in die gleiche Richtung wie die an den Enden der Mundstücke angebrachten Zügelringe. Aufdem Stuck aus Eisen Abb.5 aus dem Museum Elazığ ist die Inschrift nicht mehr erkennbar, wahrscheinlich wegen der starken Korrosion des Stuckes.

Auf den Knebeln der Trensengruppe I B (Trensen mit 3 Ringen) lautet die Inschrift “*Me-nua i-u-ri-is-hi” [18]. Die Kopfriemenringe dieser Trensen (drei Stück und in gleichem Abstand) Stehen senkrecht zu den Zügelringen. Gropp erwähnt dies und gibt eine Zeichnung des Knebels mit den drei Kopfriemenringen, die in Astxadzor, in der Nahe des Sevan Sees gefunden wurde und von .Martirosyan in die Zeit des urartaischen Reiches (9.-8. h.)datiert wurde[19]. Die Verdickung aufden Mundstücken hindert die Knebel daran, auf' die Mitte zu verrutschen. Vielleicht kann man irr dieser Trensenform einen Protrrt)'), der 'l’rensen mit unbeweglichem Knebel sehen (Abb.22).

Aufden Knebeln der Trensengruppe 1 c ist keine Inschrift angebracht, Menua. Die Ringe der ersten beiden Knebel dieser Gruppe ähneln denen der Menuazeit, die folgenden mehr den Ringeir der Sardurzeit, der zweiten Hauptgruppe, die anschliessend besprochen wird. In das sclrmale und rechteckige Loch der Knebel von Abb. 13 wurden die üblichen runden Mundstücke nicht hineinpassen, sodass mar, für das Mundstück dieser '!'rensen nicht erhaltene Lederriemen arrnehmerr muss. Meiner Ansicln nach können wir diese Trensen zeitlich zu der Gruppe ‘,Trensen mit gelochtem Knebel” rechnen.

Die Trensen aus der Zeit des Menua siird, so weil wir dies feststellen konnten, die älteste Art urartaischer Trensen. Im 9. Jh.v.Ghr. waren die '!'rensen aus Assyrien doppelstellig und beilförmig. Zur Zeit Tiglatpilesar III (745-727 v.Ghr.) und Sargon II (721-705 v.Chr.) waren die Trensenknebel wie in der Zeit des Menua stangenförmig [20].

Nach Anderson [21] kommen dit- Knebel der assyrischen 'I'rensen, die zuerst viereckig, dann halbmondförmig gebogen sind, bereits am Ende des 9.Jh's vor, zur Zeit des Menua in Urartu.

Bei den Trensen der ersten Gruppe aus der Zeit des .Menua hat jeder Knebel je vier Kopfriemenringe. Bei der zweiten Gruppe ist die Zahl der Ringe verringert. Um das Knüpfen der Kopfriemenringe zu erleichtern, sind die Ringe nicht wie in der ersten Gruppe an der gleichen Seite wie die Zügelringe, sondern senkrecht zu den Zügelringen angebracht. In der dritten Gruppe ist die Anzahl der Ringe noch einmal verringert auf je zwei und auch diese senkrecht zum Zügelring angebracht. An den Trensen späterer Zeit sind Knebel mit vier oder drei Ringen nicht mehr anzutreffen, so kann man also die Verringerung der Anzahl der Kopfriemenringe als ein Merkmal des Fortschritts werten.

Die ersten beiden Trensen in der Gruppe I c ähneln sehr den '!'rensen der Menuazeit. Obwohl die Ringe der Knebel aus Gaziantep eine etwas andere Form haben, gleiclrt doch der Zügelring, der mit den Trensen zusammen ins Museum gelangte und sicher zugehörig ist, den Zügelringen der Menuazeit. Die schlauchartige Ausstülpung um die Mitteldurchboh- rung für die Mundstücke ähnelt derjenigen der Menuazeit. Die Kopfriemenringe sind gegenüber der Menuazeit an Zahl geringer und so können wir schliessen, dass diese '!'rensen aus Gaziantep unmnittelbar nach der Zeit des Menua hergestellt wurden.

Eine Trense, die Ähnlichkeit mit der Gruppe I c hat, ist im Nordkaukasus im Gebiet von Kabarda Bedag gefunden worden. Sie wurde .jedoch von Krupnov nur selir ungenau in die Zeit vom 11. bis zum 8. Jh.v.Chr. datiert [22].

Ähnliche '!'rensen wie die aus Gaziantep sind in Westgeorgien bei der Siedlung Zekari gefunden worden [23]. Die Kopfriemenringe eines ebenfalls in Georgien, bei Atskhur, gefunden Trensenstücks [24] und ein winkelfbrmi- ger Knebel haben grosse Ähnlichkeit mit den Trensen aus Gaziantep, sie gehören jedoch zu dem Typus mit feststehendem Knebel.

Wir hatten oben erwähnt, dass die Spitzen der Knebel aus Gaziantep pilzförmig gestaltet sind. Anderson bezeichnet sie als phallusförmig und sieht in ihnen das Symbol für den schnell rennenden Hengst [25]. In eindeutig phrygischem Schutt in BogazkOy wurde ebenfalls eine Trense gefimden [26]. Die Knebelspitzon diezer Trense sind auch pilzförmig, die oberen Teile der Knebel sind nach aussen gebogen, die unteren Teile gerade. Auf dem Knebel befinden sich je zwei Kopfriemenringe. Diese Art Haken mit pilzförmiger Spitze auf der einen Seite und einem Ring, der das Mundstück mit dem Knebel verbindet auf der anderen Seite, sind aus Urartu nicht bekannt.

Eine andere Trense aus Bronze, die in Hasanlu, Aserbeidschan, gefunden wurde und sich Museum 'Eeheran befindet [27], hat grosse Ähnlichkeit mit Trensen der Gruppe I c. Auf dem Foto in der Publikation von Ghirshman sind die Einzelheiten nicht genau zu unterscheiden, sicher istjedocli, dass sich auf den Knebeln je zwei Kopfriemenringe befinden. Dieirensen dieser Gruppe haben Ähnlichkeit mit den 'Frensen aus Luristan, die auf viele Museen in Amerika und Europa verteilt sind [28].

Aus der Grupps I D, die wir an einem Beispiel untersucht haben, hat die Nor-Areş Trense Ähnlichkeit mit den oben genannten Trensen mit beweglichen Knebeln. Unterschiedlich gestaltet sind die Kopfriemenringe, die nicht als Ringe auf dem Knebel aneinandergefugt sind, sondern in den Knebel hineingebohrt. Die Knebelspitzen sind wie bei den 'Frensen aus Gaziantep pilzförmig. Das Gräberfeld, in dem man diese Trense gefunden hat, wurde von Terenojkin ins 8. Jhr.v.Chr. datiert [29] Nach Meinung von Azarpay muss diese 'Frense später als das 8. Jahr.v.Chr. datiert werden [30]. Die Frense aus Nor-Areş hat grosse Ähnlichkeit mit der Trense, die in Nordkaukasien/Georgien, in lak Kilise gefunden wurde[31]. Diese hat kreisförmige Spitzen, bewegliche Knebel und die Zügelringe dieser Trense von Tak Kilise (Abb. 23) sind breit und bandförmig.

In Tak Kilise hat man auch Bronzeteile gefunden, in die man die hintere Spitze der Lanze hineinsteckte[32]. Eines von ihnen ähnelt einem in der Nähe von Tillis bei Mussi Yeri gefundenen Teil [33] und einem anderen in Bestashani gefundenen [34] In Mussi Yeri und Bestashani gefundene Nadeln haben eine nahe Ähnlichkeit mit Nadeln aus Urartu, die ins 7 Jh.v.Chr. datiert wurden[35]. Ackerbaugerät, wie man es in 'Fak Kilise gefunden hat[36] wurde auch in dem urartäischen Gräberfeld in der Nähe von Patnos ausgegraben[37], ebenso in Tepe Sialk [38] und Mussi Yeri[39].

Zahlreiche l'rensen, die Ähnlichkeit mit denen aus Nor-Areş und Tak Kilise haben sind in Transkaukasien in der Paradiesfestung[40] und im Mingecaur Kurgan[41]ans Tageslicht gekommen. Diese Trensen haben gerade, stangenfbrmige Knebel und gebrochene Mundstücke. Die Knebelspitzen sind knopflbrmig, in der Nähe der Knebelspitze, befindet sich senkrecht zur Mittelloch je eine Durchbohrung, die zum Binden des Kopfriemens diente. Nach den Autoren, die über Mingecaur schreiben, sind die in den Kurganen gefunden Trensen in die späte Bronzezeit Zentralkaukasiens zu datieren[42]. Terenojkin jedoch hat die Mingecaur Kurgane wegen der vielen dort gefundenen Eisenobjekte, von denen einige Ähnlichkeit mit Stücken aus İskit haben, in die zweite Hälfte des 7. Jh.’s datiert [43].

Manche Trensen, die mit den aus Mingecaur I und II stammenden Kurganen Ähnlichkeit haben, sind in den früher datierten Arcadzor Kurganen gefunden worden [44]Terenojkin berichtet, dass nach Martirosyan diese Trensen in den Kurganen, die älter als Arçadzor sind, nicht anzutreffen sind [45]. Wieder berichtet Terenojkin, dass Kuftin die aus Assur und Urartu stammenden 'Trensen dieser Art ins 9. und teilweise ins 8.٠Jh. v.Chr. datiert[46]. Wenn dies stimmt, ist es denkbar, dass die Urartäer im 8. und 7٠Jh.v.Chr. als sie in Kaukasien ihre Herrschaft gründeten, die Trensen vom Mingecaur -und vom Arçadzortyp kennenlernten[47].

Azarpay rückt die Mengecaur Trensen wegen der geraden Knebel in die Nähe des 7٠,Jh.’s v.Chr. [48]. Dazu kommen die Funde aus Tak Kilise und die von Baki öğün ins letzte Viertel des 8Jh.’s v.Chr. oder um 700 datierte Fiebel aus Nor Areş[49]. Die in diesen Orten gefunden Gräber stammen mit grosser Wahrscheinlichkeit aus der zweiten Hälfte des 8.Jh.’s v.Chr. Die Knebelspitzen und die Nor-Ares Trensen, die eine Ähnlichkeit mit den Gaziantep Trensen haben, wurden nach der herkömmlichen Überlieferung im 9. und 8Jh.v.Chr. hergestellt. Die häufig verwendeten beweglichen Knebel wurden auch noch in späterer Zeit verwendet.

Von den Trensen der Gruppe I E sind bis heute nur Knebel gefunden worden. Ein mit dieser Gruppe vergleichbares Stück befindet sich im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz[50] und in der Prähistori­schen Staatsammlung München[51].

Im Maliy Kurgan der Milskoysteppe in Russland befinden sich unter den unterschiedlichen Arten von Funden auch Knebel mit ٩Löchern. Terenojkin weist auf die Pfeilspitze hin, die Jessen in dem gleichen Grab gefunden hat und betont, dass Jessen diesen Kurgan in die zweite Hälfte des 7٠Jh.’s v.Chr. datiert hat [52]. Diese Pfeilspitzen sind für das 7. und teilweise auch für das 6. Jh.v.Chr. charakteristisch. Eine von diesen Iskit Pfeilspitzen ist in Bogazköy Schicht Ila gefunden worden [53]. Andere Pfeilspitzen sind ebenfalls in Bogazköy Schicht Ila und 1b gefunden worden [54]؛Diese Stücke aus Bogazköy sind die ältesten Pfeilspitzen mit Seitendorn. Diese Beispiele sind vom Anfang des 7٠Jh.’s v.Chr. oder noch wahrscheinlicher vom zweiten Viertel des 7٠Jh.’s v.Chr. und aus dem 6Jh.v.Chr. Wenn wir Bogazköy Ila vor 650 v.Chr. ansetzen und bedenken, dass die Skythen 10 Jahre zuvor nach Anatolien gekommen sind und diese Pfeilspitzen benutzt haben, dann können wir für den Maliy Kurgan und auch für die Trense eine Datierungin die erste Hälfe des 7٠Jh.’s v.Chr. annehmen. In den Mingecaur Kurganen in Kaukasien und in dem Kurgan Nr. 524 in der Nähe des Dorfes Jabotin Kernens hat man neben zahlreichen Funden auch (Kantarma) Trensen und viele Knebel gefunden.

Die Knebel der Trensen auch dem Kurgan Nr. 524 sind stangenförmig. Sie haben je drei Löcher für Kopfriemen und Mundstück. Ein Ende der

Knebel ist verdickt, das andere spitz. Unter Berücksichtigung der anderen Funde der Gräber, insbesondere der dreiflügeligen Pfeilspitze, datiert Terenojkin diesen Kurgan in die zweite Hälfte des 7٠Jh.’s v.Chr[55].

Es ist bekannt, dass diese Art Trensenknebel in Inneren der iranischen Hochebene und im Gebiet von Luristan[56] häufig anzutreflen ist. Einige Spitzen der in Luristan gefundenen Knebel enden in einem stilisierten Vogel. Andere vergleichbare Trensenknebel hat man im Iran im Grab Nr. 15 in der Nekropole von Tepe Sialk B gefunden. Die eine Seite dieser Knebel ist spitz, die andere Seite gebogen mit einer keulenartigen Verdickung an der Spitze. Nach den anderen Funden dieser Gräber ist es wahrscheinlich, dass diese Trensen nicht älter als das 8.Jh.v.Chr. Anzusetzen sind. Die von Boehmer für die Gräber von Tepe Sialk angegebene Datierung von l'epe Sialk auf 820-670 v.Chr. [57] korrigiert Baki öğün geringfügig, indem er die Ansicht vertritt, dass der Beginn nicht vor 750 v.Chr. sein kann, während man das Ende bis 650 v.Chr. hcrabsetzen sollte [58]. Mit dieser Datierung des Endes der Gräber stimmt auch Dyson überein [59]. Terenojkin sagt über diese Gräber, dass sie nicht später als in die zweite Hälfe des 7٠Jh.’s v.Chr. anzusetzen sind [60].

Vanden Berghe und de Meyer haben die Trensen aus München und Mainz in die lange Zeitspanne vom 8.-7. Jh.v.Chr. datiert und die Stücke aus unserer Gruppe ins 7. Jh.v.Chr.

II —Trensen mit festem Knebel

In dieser Gruppe von Trensen sind das Mundstück und die Knebel entweder vernietet oder zusammen als ein Stück gegossen worden, was die Benutzung erleichtert. Diese Art Trensen tritt in der Entwicklung nach den Trensen mit beweglichem Knebel auf. Die Mundstücke bestehen entweder aus kordelfbrmig gedrehten Stangen, die in der Mitte miteinander verhakt sind oder aus drei ineinandergehängten Ringen.

Zu dieser Gruppe gehören Trensen mi, Inschrift aus der Zeit Sardur II[61] und Trensen aus der Zeit Argisti II, deren Knebelspitzen tnit Tierköpfen oder Pferdehufen verziert sind.

II A —Trensen mit geradem, unverziertem Knebel

Die Trensen dieser Gruppe haben gerade Knebel und ähneln in der Form den Trensen der Menua Zeit.

Abb.24: Leningrad Eremitage (aus KarmirBlur), Inventarverzeichnis Nr.K.395, Bronze, Knebellänge: 17 cm[62].

Nur die beiden Knebel sind erhalten. Die Knebelspitzen sind leicht naclr aussen gebogen und angespitzt. Die Knebel bestehen aus Brtmzc, wahrend die Mundstücke, von denen an jedem Knebel Ansatzreste erhalten sind, wahrscheinlich aus Eisen waren. Die Zügelringe der Knebel sind ebenfalls nicht erhalten. Die Insclirift aul'dem Knebel verweist das Stück in die Zeit Sardur II.

Abb.25: Regionalmuseum Adana, Bronze und Eisen, Knebellänge: ,8 cm, Mundstückbreite: 19 cm.

Der Knebel besteht aus Bronze, die Spitzen sind leicltt angespitzt nach aussen gelogen. Die Mundstückstangen sind kordelförmig gedrclit und teilweise zerstört. Gegenüber der Mundstückbefestigung befinden sich die Zugelringe auf den Knebeln. Senkrecht diizu auf der Oberseite der Kneljel ist rechts und links der .١1itte .je ein kleiner Ring für die Kopfriemen angebracht. Auf der unteren Fläche des Knebel gibt die Inschrift in urartaischer Keilschrift den Namen Sardur an[63].

Abb.26: Regionalmuseum Adana, Bronze und Eisen, Knebcllänge: 18 cm, Mundstückbreite; 19 cm.

Das Mundstück und der Knebel dieser '!'rense sitid zusammengeschwe- ist. Die Mundstückstangen sind kordelförmig ged reit t und mittels eines Ringes beweglich ineinandergesteckt, sie sind aus Eisen und die Knebel wieder aus Bronze. Ein Knebel ist ganz, der ;tndere nur lialb erhalten. Senkrecht zu den breiten Zügelringen befindet sich auf jeder Seite je ein Kopfriemenring. Auf die untere Seite der Knebel ist in Keilsclirift eine Insclirift eingeritzt, die Sardur nennt [64].

Abb.27: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 85.1.20, Eisen, Knebellänge: 21 cm, Mundstückbreite: 20 cm.

Die Knebel dieser "İ rense haben Ähnlichkeit mit "Trensen aus der Menua Zeit, sie sind leicht nach aussen gebogen und spitz zulaufend. In der Mitte der Knebel befindet sich ein aussergewöhnlich grosser Zügelring, ihm zur Seite je ein kleiner Kopfriemenring. Die Mundstückstangen sind kordelförmig gedreht und in der Mitte mit je einem Ring beweglich miteinander verbunden. Der X’crbindungsring der einen Mundstückstange ist nur zur Hälfte erhalten.

Abb.28: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 85.1.21, Eisen, Knebellänge: 21 cm, Mundstückbreite: 21 cm.

Die Knebelspitzen dieser Trense sind leicht nach aussen gebogen. In der Mitte der Knebel befinden sich die nicht sehr grossen Zügelringe, ihnen zur Seite je eine Kopfriemenöse mit rechteckiger Öffnung. Die Mundstückstangen sind gerade und unverziert und mittels ihres ringförmigen Endes ineinandergesteckt.

Abb.29: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 76.18.205, Eisen, Knebellänge: 17 cm, Mundstückbreite: 19,5 cm.

Die Spitzen der bogenförmigen Knebel sind pilzfömig. rür die Kopfriemenlöcher sind die Knebel zu beiden Seiten des Zügelrings mit je einer rechteckigen Durchbohrung ١ersehen. An diesen Stellen weisen die Knebel jeweils eine Verdickung auf. Die Zügclringe sind sehr gross, die ineinandergesteckt waren, sind teilweise zerstört.

Abb.30: Museum Elazığ, Inventarverzeichnis Nr. 76.18.303, Eisen, Knebellänge: 19 cm, Mundstückbreite: 22 cm.

Die Trense ist stark angcrostet und teilweise zerstört. Die bogenförmigen Knebel haben pilzförmige Spitzen, rür die Kopfriemenlöc­her sind die Knebel zu beiden des Zügelrings mit je einer rechteckigen Durchbohrung versehen. An diesen Stellen weisen die Knebel jeweils eine Verdickung auf. Die Zügclringe, von denen einer nur halb erhalten ist, sind sehr gross. Die Mundstückstangen sind kordclförmig gedreht und mit Ringen ineinandergesteckt.

II B — Trensen mit verzierten Knebeln

Diese zweite Gruppe der Trensen mit festem Knebel hat Knebelspitzen mit Tierprotomen (Pferde-, Stier- und Vogelprotome)

Abb.31: Ankara, Museum der anatolischen Kulturen, Inventarver- zeichnis Nr. 13203, aus Altintcpe Graben Nr. III, Bronze, Knebellänge; 16 cm, Mundstückbreite: 21,5 cm.

Die Knebel dieser Trense sind lang und dünn, an der einen Spitze befindet sich ein Pferdeprotom, an der anderen ein Stierprotom. Die pferdekopfe haben grosse Augen, die Mahnen sind mit geraden und welligen Striclien angegeben. Bei den Stierprotomen ist der Kopf mit Stirnhaar charakterisiert und am Bilde der Halsfalte mit eingetiefter Strich technik, die (‘in naclt Itinten geklapptes Stierbein mit Stierhufen angibt, gestaltet. In der Mitte der Knebel befindet sicli eit, grosser Zügelring. Die ihm gegenüberliegenden Mundstückstangen sind kordelomig gedreht und mittels Ringen ineinandergesteckl. Die Kopfriemenlöcher bestehen aus schmalen, spalten ormigen Durchbohrungen der Knebelstangen[65]

Abb.32: Ankara, Museum der anatolischen Kulturen, Inventarver- zeichnis Nr. 99.56.64, aus Altintepe, Graben Nr. III, Bronze, Knebellänge: 15 cm.

An jeder Knebelspitze dieser Trense befindet sich ein Adlerprotom. Der Hals des Adlers i.s, sanl’t geschwungen, der Schnabel hakenförmig, die Augen werden durcli drei konzentrische Kreise gebildet, das Zentrum ist mittels einer eingetieften Strichtechnik gestaltet[66

II C —Trensen mit dreiteiligem Mundstück

Bei diesem Trensentyp wurden je ein '!'eil des Mundstücks und die Knebel als eirt Stück gegossen. Bin beweglicher mittlerer Ring verbindet die beiden mit dem Knebel festverbundenen anderen ،Mundstückringe.

Abb.33: Regionalmuseum Adana, Inventarverzeichnis Nrjahr ,975, Gruppe 77, Bronze, Knebellänge: 20,5 cm, Mundstückbreite: 10 cm.

Bs ist nur ein Knebel mit Mundstückring erhalten. Beide wurden als eitrn Stück gegossen. Die eine Knebclspitze ist als Stierliul' gestaltet, die andere pilzförmig. Auf der Sohle des Hufes ist ein،‘ lange Einkerbung, was den Huf als Stierhuf charakterisiert. Eine andere Einkerbung nrarkiert den Abschluss des Hufes gegebenüber dem Bein. Der Knebel ist bogenförmig, je eine kleine runde Durchbohrung für die Kopfriemen befindet sich zu beiden Seiten des kräftigen Zügelrings. Der eine Ring des Mundstücks ist mit einem verstärkenden Überzug an dem Zügelring befestigt. Dieser Überzug ist mit einer Art von Dornen oder Knubbeln besetzt.

Abb.34: Regionalmuseum Adana, Inventarverzeichnis Nr. Jahr 1975, Gruppe 77, Bronze, Knebellänge: [8 cm, .Mundstückbreite: 10 cm.

Ein Knebel der Trense mit gleichzeitig gegossenem Mundstückteil ist erhalten. Der Knebel ist bogenförmig, die eine Spitze ist abgebrochen, die andere in Form eines Hufes gestaltet. Vielleiccht war die abgebrochene Seite wie im vorigen Beispiel pilzförmig. Rechts und links des Zügelrings befindet sich eine kleine runde Durchbohrung für die Kopfriemen. Die Oberfläche des Zügelrings + Ansatz ist wie im vorigen mit Ansätzen von kleinen Dornen besetzt.

KOMMENTAR

Die in der Gruppe 11 A beschriebenen Trensen, zwei Frensen aus dem Regionalmuscum Adana, die 1954 in Raum Nr. 8؛ in Kartnir Blur gefundene 'Frense und die Knebel aus verschiedenen anderen Orten haben eine Inschrift mit dem Namen des Sardur. Diese Trensen haben Ähnlichkeit mit denen aus der Zeit des Menua in Bezug auf die Form und die Gestaltung der Kopfriemenringe. Die i rensen aus der Zeit des Sardur haben jeweils zwei Kopfriemenringe. Dieaufdem Knebel angebrachte Inschrift ist wie bei den Trensen der Menua Zeit auf der senkrrecht zum Zügelring stehenden Seite angebracht. Die Mundstücke dieser Trensen sind kordeiförmig gedreht und stangenförmig.

Zwei Trensen, die diesem Typus entsprechen aber ganz aus Eisen und ohne Inschrift sind, datieren wir deshalb ebenfalls in die Zeit Sardur II. Die Mundstücke der einen Trense sind kordelförmig gedreht, die der anderen gerade und stangenförmig, die Kopfriemenösen der ersteren sind rund, die der anderen rechteckig. Die Anbringung der Knebelringe ist bei diesen beiden Trensen wie bei den vier Ring-Knebeln der Menua Zeit in der gleichen Richtung wie die Zügel ringe.

Zu dieser durch die beiden Beispiele vertretenen Gruppe gehört eine Gruppe gleichartiger Trensen, die durch Ankauf ins Museum Elazığ gelangte. Alle İ rensen dieser Gruppe sind aus Eisen, die Spitzen der Knebel pilzförmig, die Kopfriemenösen rechteckig.

Trensen mit beweglichem Knebel sind bekanntlich in der späten Bronzezeit und danach in l’ranskaukasien ein häufig anzutreflender Typus. Trensen mit geradem und festem Knebel aus unserer Gruppe II A stellen einen Zwischentypus dar, der besonders ab der Mitte des 8Jh.١s v.Chr. üblich wurde und die aus Transkaukasien und Assur stammenden Trensen, bei denen Mundstück und Knehelteile als ein '!'eil gegossen wurden, mit dem Menuazeitlichen Trensentyp der Urartaer verbindet.

Die aus den urartaischen Grabern von Altintepe stammenden Trensen, !,ei denen die Knebelspitzen mit Pferde-, Stier- oder Adlerprotomen verziert sind und die wir in Gruppe 11 B untersuclit haben, stammen mit grosser Wahrscheinlichkeit aus der Zeit Argisti II :713-685 v.Chr) [67]. Eine Trense, bei der die Knebelspitzen ebenfalls in Tierprotomen enden, befindet sich in der Sammlung “Adam'' [68]. Die Mundstückteile dieser Trense aus Bronze sind mit dünnen I,inien verziert, je eine Spitze der Knebel ist huflbrmig, die ؛rndere mit einem Vogelprotom versehen. Moorey meint, dass diese '!'rense zu einer Gruppe von Bronzetrensen aus Westasien aus dem 8Jh.V.Chr. gehören[69] Von '!'rensen aus dem Koban-Gebict (Osetia) im nördlichen Kaukasien, die Alrnlichkeit mit der Trense aus der Sammlung “Adam” haben, berichtete Krupnov. Er setzte diese '!'rensen zwischen dem 7. und dem 4. Jh.v.Chr.an [70]. '!’rensen aus Kaukasien und Südrussland, die Knebelspitzen mit Vogelprotomen und Pferdehufen habe, werden von Ghirshman ins 8.-7. Jh.V.Chr. datier [71].

Aus Assyrien aus der Zeit des Sanherib (704-681 V. Chr.١ sind '!'rensen bekamtt, deren Knebel mit galopierenden Pferden geschmückt sind [72]. In der Zeit des Assurbanipal (668-626 V. Chr.) wurde aber auch noch der alte '!'rensentyp mit Vogelprotomen an den Knebeln benutzt [73].

Unter den Luristan-Bronzen befinden sich viele Trensen. Der grösste '!'eil dieser Trensen ist mit Tierdarstellungen geschmückt, die Tiere sind jedoch nich als Protoma wiedergegeben sondern in ganzer Gestalt [74].

Auch skythische '!’rensen haben häufig '!'iedarstellungen: entenproto- me (mit nach liinten gewandtem Kopfj, Schafprotome, galopierende Löwen und Protomo verschiedener Mischwesen [75].

Der Teil einer Trense aus Knochen (es ist nur ein Knebel erhalten), der angeblich aus Ziwiye stammt und sich jetzt im Metropolitan Museum of Art in New York befindet, wird von Porada ins 7. Jh. v. Chr. datiert. Der Knebel ist auf der einen Seite mit dem Protom eines Mischwesens mit dem typisch skythisch herzförmigen Ohr verziert, die andere Seite endet in einen Pferdehuf[76].

Aus den angeführten Beispielen wird klar, dass die von uns beschriebenen urartäischen Trensen aus der Zeit des Argisti II im 7٠.Jh. v. Chr. auch in den benachbarten Kulturgebieten verbreitet waren.

Die in der Gruppe II C zusammengefassten beiden Knebel mit dreiteiligem Mundstück aus dem Regionalmuseum Adana sind zusammen mit anderen urartäischen Objekten is Museum gelangt. Die beiden Knebel sind sehr ähnlich gestaltet, unterscheiden sich jedoch in einigen einzelheiten, so dass man wohl annehmen muss, dass sie zu zwei verschiedenen Trensen gehörten. Sie ähneln assyrischen Trensen aus dem 7. Jh. v. Chr.

Die Kopfriemenringe dieser Knebel entsprechen denen der Nor-Are؟ Trense. Die Knebelspitzen, die pilz-oder phallusförmig gestaltet sind, sind solider und ausgeprägter in der Form als die Knebelspitzen der Nor-Ares Trense mit halbkreis-oder pilzförmigen Ende. Vergleichbare Formen kommen auch bei den Trensen aus Gaziantep vor, wie weiter vorne beschrieben wurde.

Knebelspitzen, die in Hufförm enden, befinden sich auch, wie oben bereits gesagt, an der Trense aus der Sammlung “Adam” [77]. Unter den in den Gräbern von Alekseyev im kaukasische Staropolgebiet gefundenen Objekten befindet sich auch ein Knebel mit einer gekrümmten Spitze auf der einen Seite und einem Huf auf der anderen. Die Mitte des Knebels ist verdickt und mit drei Durchbohrungen für die Kopfriemenlöcher versehen. Die Funde aus Alekseyev datiert Jesse in die zweite Hälfte des 7. Jh. s v. Chr. oder auf die Wende vom 7. zum 6. jh. v. Chr. [78]

Aus Griechenland stammt eine Trense, die in der persischen Zerstörungsschicht auf der Akropolis in Athen gefunden wurde (siehe Abb. 35) [79]. In der Form erinnert die Trense an die Stücke aus dem Regionalmuseuni in Adana. Diese persische Trense aus Griechenland muss wegen ilires Fundorts ans Ende des 6. Jh. s ١’. Chr. gehören. Die dornartigen Ausbuchtungen der Mundstücke dienten wohl zur besseren Kontrolle unruhiger Pferde.

Andere Beispiele dieses Typs wurden in Nimrud und in Ägypten gefunden. Die Trense aus Nimrud (Abb. 36-363) ist auffirund des Fundorts in die Zeit des Sargon II datiert worden[80]. Eine weitere assyrische Trense (Abb. 37) befindet sich im Louvre in Paris[81]. Die Knebelspitzen dieser 1 rense sind leicln nach aussen gebogen, die beiden Locher für die Kopfrimen sind sehr klein, das Mundstück besteht aus drei ineinander .gesteckten Ringen. Ein entsprechendes in Persepolis gefundes Beispiel (Abb. 38) ha, gerade, stangenförmige Knebel, die mit einem Teil des Mundstücks zusammen gegossen wurden. Auf dem Mundstück befitrden sich die schon mehrfach erwähnten dornähnlichen, stacheligen Ausbuchtungen. Nagel datiert diese Trense um 800 V. Chr. [82] Anderson setzt diese '!'rense vor das .Jahr 33IV. Chr. [83].

Einige transkaukasiche Trensen (Abb.اه) wurden von Azarpay ins 7. Jhr.v. Chr. datiert [84]. Bei ihnen sind Mundstück und Knebel zusammen gegossen, wie !,ei einigen Beispielen aus Georgien und Aserbeidschan; die .Mundstücke haben ebenfalls dornartige Ausbuchtungen. Ein typisches Beispiel ist die in Dolanlar, Aserbeidschan gefundene '!'rense (Abb. 39), die von Azarpay ins 7. ٠Jh. V. Chr. datiert wird [85]. Die mit dieser Trense zusammen gefirndenen Objekte und die Objekte, die zusammen mit einer ähnlichen '!'rense in Atskhuri, Georgien gefundenen wurden, haben Ähnlichkeit mit Funden aus Koban, wie Kuftin !,emerkt [86], Nach Tallgren befinden sich Trensen dieser Art unter den Funden aus dem Schatz von Kazbek [87]. '!'rensen gleichen Typs (Abb. 40) hat man auch in Deve Höyük irr Nordsyrien gefunden[88]. In den Gräbern von Deve Höyük hat man griechische Keramik des 5. .Jh. s V. Chr. gefunden, was aber nach 'Volley niclit fiir die Datierung der gesamten Gräber ausreicht[89] . Jn deve Höyük ١١,urde auch ein Fibel gefunden, die Ähnlichkeit hat mit Fibeln aus Zincirli, die um 700 V. Ghr. datiert werden. Fotratz mochte diese Fiebeln ins Ende des, jh. s V. ehr. oder zu Beginn des 7. Jhr. s V. Chr. datieren, die Trensen werden nach den Fibeln datiert’[90].

Wenn wir die Formen der Trensen aus Assyrien, Transkaukasien, Georgien, aus Dee Hoyuk und von der Akropolis in Athen nebeneinander selrerr, müssen wir feststellen, dass sie sich während mehr als hundert Jahren niclit verändert haben.

III —Trensen ohne Knebel (Kantarma)

Dieser Typ Trensen besteht nur aus zwei Mundstückteilen, er besitzt keine Knebel. Die Mundstücke bestehen aus zwei kordelförmig gedrehten Stangen, die jeweils in der Mitte durch eine ringförmige Erweiterung miteinanderverhakt sirrd. An den äusseren Enden befinden sich die doppelt so grossen Zügelringe. An diesen Ringen konnten ausser den Zügeln auch die Kopfriemen befestigt werden. Wahrscheinlich wurde dieser Typ Trensen fiir rulrige Pferde benutzt.

III A —Zweiteilig gebrochenes, gedrehtes Mudstück

Dieser Typus war in Urartu sehr verbreitet und ist mit zahlreiclren Beispielen in den Museen vertreten.

Abb.42: Ankara, Museum fiir anatolische Kulturen, aus Adilcevaz, Bronze.

Die Mundstücke sind aus geschmiedetem Bronzedraht kordelartig gedreht, in der Mitte sind sie mit kleinen Ringen ineinandergesteckt, die Zügelringe sind verhältnismässig gross.

Abb.43: Museum Elazig, Inventarverzeichnis Nr. 75. 16.19, Bronze, Mundstückbreite: 21,5 cm.

Zweiteiliger 'Fyp aus drei Drähten zusammengedreht, die Zügelringe sind doppelt so gross wie die kleinen inneren Ringe.

Abb. 44: Regionalmuseum Adana, Inventarverzeichnis Nr. (?), Bronze, Mundstückbreite: 18 und 22 cm.

Unter den urartäischen 'Frensen des Rcgionalmuseums Adana gibt es zwei sehr ähnliche Stücke. Sie sind wie die oben beschriebenen aus

Bronzedraht zusammengedreht und bei ,leiden ist das eine Mundstückteil etwas kürzer als das ;،ndere.

KOMMENTAR

Nur aus Mundstücken bestehende 'I reisen, die diesen urarläischcn ähneln findet man zeitgleich auch in anderen Kulturen. Itt der ersten phrygischen Schicht in Bogazkoy wurde eine Ringtrense mit zweiteiligem Mundstück gefunden, die jedoch nicht wie in Urartu aus Bronze sondern aus Eisen besteht[91]. Eine andere Ringtrense wurde im nordwestlichen Iran, südlich des Urmia Nees in Hasanlu gefunden[92]. Ghirshman hat füt٠ diese Trense eine Datierung ins 9./8.Jh. V. Chr. vorgeschlagen. Itt der Sammlung Adam befindet sich eine vergleichbare Trense aus einem zweiteiligen, gedrehten Mundstück mit grossen Zügelringen [93]. Sie 11 at eine besondere Ähnlichkeit mit der '!'rense auclt Adilcevaz. Eine andere, vergleichbare 'I'rense wurde in einem Grab des 7. jh.' s V. Chr. in Babajan im Iran gefunden [94].

Nach Jessen Itat man diese Art Ringtrense mit zweiteiligem Gebiss itt der ersten Hälfte des 7. jh.' s V. Chr. in Nordkaukasien benutzt [95]. I erenojkin weist darauf liin, das auclt das zweieilige Mundstück aus einem Pferdegrab beim Maliy Kurgan in der kaukasisclictt Milskoy Steppe den Gebrauch dieser Art von Trensen am Ende (les 7. .11ل.'s V. Chr. bestätigt [96].

Wie bereits oben erwähnt wurde bei dieser Art ','rensen kein Knebel benutzt. Moorey dagegen meint, dass man au eil bei diesen Trensen Knebel verwandt haben könnte [97]. In dem zweiten Kurgan von Mingccaur und im Kurgan von Maliy in Kaukasien wurden neben den zweiteiligen Mundstücken Knebel mit drei Lochern gefunden 9«. Nach einer Zeiclmung von Nagel hat man in Kalakent [98] der gleichen Stelle wie eine Ringtrense Knebel mit drei Löchern gefunden [99].

III B —Zweiteilig gebrochenes, gerades Mundstück

Im Gegensatz zu den benachbarten Kulturen wurden in Irartu keine Ringtrensen mit geradem Mundstück gefunden. Sowohl unter detr Funden aus Adilcevaz wie unter deti zahlreichen urart tischen Funden in den verschiedenen Museen, befinden sich nur Ringtrensen mit gedrehten Mundstücken.

Mundstücke von Ringtrensen mit geraden Mundstückstangen stammen ؛ms dem Bereich von Tepe Sialk imd aus dem kaukasischen Kulturkreis [100].Die Zügelringe einiger Trensen mit geraden Mudslückstan- gen siird in der Form von Steigbügeln geformt. Ghirshman datiert diesen Typ ins 8. / 7. Jh. v. Chr. V. Girr. [101].

Bei den Grabungen vom Noruntepe hat matt drei Fferde gefunden und int Zusammenhang mit dem Zaumzeug auch eine 'l'rcrise vom SteigbUgUltyp. Hauptmann sagt: "... Die ersten Parallelen für diese Trensen findet man in südrussischen Grabern aus der Zeit um 700 V. Ghr.”[102]. Besonders der mit dieser i rense gefundene greifenförmige Riemenbindung- steil weist, wie auch Hauptmann sagt, skythischen Einfluss auf’[103].

Bei den unter 111 A und B behandelten '!'rensen mit kordelförmig gedrehtem oder geradem Mundstück ist ein Knebel nicht unbedingt erforderlich. Die an einigen Stellen im Fundzusammenhang erhaltenen Knebel gehören wahrscheinlich zu anderen irensen. Auch Terenojkin vcrtrrilt die Ansicht, dass diese Art Trensen ohne Knebel waren [104].

Ergebnis (Zusammenfassung)

Für die Geschichte der Pferdezucht haben die '!'rensen eine grosse Aussagekraft. Zu Beginn wurden sic- aus Knochen (Horn ?) oder Holz hergestellt, später aus Metall.

Die '!'rensen mit 1 nschrift, die wir zu Beginn unserer wissenschaftlichen Untersuchung behandelt halten, sind nur in der urarlaischen Kultur anzutreffen. Die durch ihre Inschriften datierten '!'rensen können dazu beitragen, andere '!'rensen wie auch ander(- Fund(- stilistisclr einzuordnen. Besonders im Kaukasus und im Iran der 1’rülien und mittleren Eisenzeit gibt es keine wirklich gut datierten Funde, was die Bedeutung der inschriftlich datierte!) urartäischen Trensen unterstreicht.

Einige Ergebnisse dieser Untersuchung möchten ١١’ir itn folgenden kurz zusammenfassen:

  1. Trensen mit ١٠ier und drei Kopfriemenringen am Knebel, die am Ende des g. und Anfang des 8..J11. s V. (:Irr. ul lieh waren :in der Zeit des Menua), siltd ab der Glitte des 8. .Jlt.' s ausser Gebrauch gekommen. Danach wurden nur noch 'Frensen mit zwei Ringen oder zwei Durchbohrungen in der Knebelstange benutzt.
  2. Aach den Objekten, die uns zur Zeit zur Verfügungen stelieri, gab es inschriftlich bezeichnete Trensen nut- in der Zeit des Menua (810-78(, V. Chr.) und in der Sardur II (760-730 v.chr.).
  3. Die in Astxadzor gefundenen Knebel mit drei Kopfriemenringen stammen wahrscheinlich vom Ende der Menua Zeit. Sie scheinen ein Bindeglied in der Entwicklung zu Frensen mit festem Knebel zu sein.
  4. Die Herstellung von Frensen mit festem Knebel beginnt wahrschcin- lielt in dcrZeit Sardur II. Die Benutzung der Trensen vom alten Typ (mit beweglichem Knebel) läuft aber noclt weiter.
  5. Die Mundstücke der 'Frensen mit festem Knebel sind in der Regel kordelartig gedreht, selten glatt stangenförmig oder sie bestehen aus drei ineinandergehängten relativ grossen Ringen.
  6. Die urartäischen Trensen, deren Knebelspitzen mit Tierprotomen geschmückt sind, stammen wahrscheinlich aus der Zeit des Argisti 11. Trensen mit vollständigen Tierdarstellungen findet man bei den Skythen und in Luristan.
  7. Urartaische Trensen ohne Knebel (Kantarma) haben ein kordelartig gedrehtes, zweiteiliges Mundstück. Entsprechende Trensen mit geraden Mundstückslangen scheinen nicht urartaisch zu sein sondern aus den benachbarten Kulturgebicten zu stammen.
  8. I rensen aus dem Kaukasus, die bisher ins 2. Jht. V. Chr. datiert wurden sind von dem russischen Wissenschaftler Jessen und naclr ihm auclr von Tercnojkin ins ß./Jh. V. Cltr. umdatiert worden.

In utrseret- genauen Untersuchung der urartäischen Frensen konnten wir grosse Ähnlichkeiten föststellen zwischen Trensen aus Urartu und solchen aus Assyrien, Iran (Luristan, Tepe Sialk) und aus dem Kaukasus. Dies lässt Schlussfolgerungen hinsichtlich der Chronologie uttd in Bezug auf die Beziehung zwiscltet, den einzelnen Kulturen zu.

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Footnotes

  1. Obwohl diese Einteilung 11.It h bestimmten typisehen Merkmalen vorgenommen wurde, ist di(‘ chronologische Abfolge dabei ebenfalls beachtet worden.
  2. Die Trensen von nur 10 em Mundstücksbreite waren für kleine Pferde bestimmt. Ein gutes Beispiel hierfür findet man in dem Palast Sargon II in Chorsabad und im Palast des Xerxes in Persepolis unter den Darstellungen der Kriegswagen, die von ziemlich kleinen Pferden gezogen werden (Porratz, 1941,6).
  3. Piotrovski 1955,43 Abb.34; Piotrovski 1969 Abb.77; Azarpay 1968,14 Fig.3; Yıldırım 1977,9 Abb.11; Belli 1983,379; Gropp 1981,100,101.
  4. Yıldırım 1977,9 Abb. 12; Belli 1983,378 Abb.5
  5. Bei unseren Untersuchungen im Regionalmuseum Adana war die Inventarverzeich¬nisnummer nicht festzustellen.
  6. Siehe Fussnote 5
  7. Belli 1983,374 Abb.l.
  8. Belli 1983,376 Abb.2.
  9. Vanden Berghe-de Meyer, 1982,146, Kat. Nr. 57; Özgen 1984,101, Fig,25.
  10. Vanden Bcrghe-de Meyer, 1982,146, Kat. Nor. 58; Özgen 1984,101.
  11. Gropp 1981,95 f. Tf.la; Özgen 1984,101
  12. Özgen 1984,101 Fig/24, Fussnote 4 und 50.
  13. Barnett 1963,194 Abb.45; Yıldırım 1977,10.
  14. Özgen 1984,104 (Typ C Trensen, Fig. 27-28).
  15. Özgen 1984,103,,44 Fig. 28.
  16. Özgen 1984 Fig. 27.
  17. Die- Übersetzung dieser Inschrift lautet: “Sache des Menua”. Dazu siehe Belli 1983,379 Fussnote 7
  18. Belli 1983,377.
  19. Gropp 1981,99 Abb. 2.
  20. Hrouda 1965,134
  21. Andrrson 1961,66
  22. Krupnov 1960,136
  23. Kuftin 1941,59 Abb. 57/b.
  24. ebenda s. 60 Abb. 58 a/5.
  25. Anderson 1961,70.
  26. Bochmcr, 1972,16-2, Abb. 1694. Nach Boehmer ist diese Trense mit den Kimmeriern nach Anatolien gekommen (676-585 v.Chr.).
  27. Ghirshman 1 64,279.280،؛ Abb. 339.
  28. Azarpay [968,15; Ghirshman 1939,244 Taf. 25 /1; Schaeffer 1948 Abb. 252/26,299 ؛Bei den Trensen aus luristan und Transkaukasien hat das Ende des Mundstücks Ähnlichkeit mit der menschlichen Faust
  29. Terenojkin 1971,79.
  30. Azarpay 1968,104 Fussnote 146
  31. Kuftin 1941,58; Schaeffer 1948,274
  32. ebenda Taf. 34, gleiche Seite.
  33. de Morgan 1889,98.
  34. Schaeffer 1948, Fig. 280.
  35. Yıldırım 1983,138, 175
  36. Schaeffer 1948, Fig. 274/16.
  37. öğün. 1978, CI.XII/38; öğün 1978 a, 67 Abb. 10.
  38. Ghirshman 1939, Taf. 57.
  39. de Morgan 1889,137 (lür weitere Angaben zu Ackerbaugerät aus anderen Orten siehe Boehmcr 1972, 139-143).
  40. Frühe Bergvölker in Armenien und im Kaukasus, Berliner Forschungen des 19. Jh.’s, S. 52 Fig. 41, Berlin 1943.
  41. Terenojkin 1971,79; Kossak 1983,132 Abb. 20.
  42. Terenojkin 1971,79.
  43. Terenojkins Kritik lautet wie folgt: "Essiehtsoaus, als ob die Autoren in Bezug aufdicscs Thema alles getan hätten, um die Bedeutung der Eisenfunden in den Ausgrabungen hcrunterzuspielen...”
  44. Terenojkin 1971,79.
  45. ebenda
  46. ebenda
  47. Unter den zahlreichen, von Terenojkin inden Mingecaur Kurganen gefunden Objekten befanden sich keine Eicheln. Wenn man bedenkt, dass sich die Ficbcln in Kaukasien im letzten Viertel des 8Jh.’s v.Chr. verbreitet haben, so ist es wahrscheinlich, dass dieser Kurgan ohne Fiebeln mit grosser Wahrschcinlicnkeit ins 8.Jh.v.Chr. zu datiern ist.
  48. Azarpay 1968,104 Fussnote 147.
  49. Barnett 1963, Fig. 42; öğün 1979,180 (Das Datum dieser Fiebel verdanke ich einer privaten Mitteilung öğüns).
  50. Vanden Bcrghe -de Meyer 1983,147 Abb. 60. Auf dem Bild des Knebels aus dem Römisch-Germanischen Zcntralmuscum Mainz hat man ein imaginäres Mundstück hindurchgesteckt, obwohl das Loch rechteckig ist und wie ich oben ausgeftihrt habe, wahrscheinlich mit einem ledernen Mundstück versehen war- nicht zuletzt auch wegen der Tatsache, dass zu diesem Typus keine Mundstücke erhalten sind.
  51. Vanden Bcrghc-dc Meyer 1983,147 Abb. 61; Katalog Urartu München 1976,83. Nr. 2 t 1; Gropp 1981,106 Taf. Ilb.
  52. Terenojkin 1971,71.
  53. Boehmer 1972,110. Taf. XXXI.
  54. ebenda
  55. Terenojkin 1971,73-75.
  56. Ashmolean Museum Oxford, Department of Antiquities, Exhibition of Aneient Persian Bronzes from the Collection of Mrs. Brenda Bomford, October 10-30 th 1966, S. 15 Taf. V Abb. 36
  57. Boehmer 1972,162.
  58. Private Mitteilung von B. öğün.
  59. Dyson 1965,208: “...The evidence strongly favors a terminal date for Sialk B in the Middle of the Sevcnth Century’ .
  60. Terenojkin 1971,78.
  61. 'Die Trensen der Zeit Sardur II aus dem Regionalmuseum Adana und aus Kar nit Bhil sind -zwar veröITenllicht, cs fehlt jedoch eine detaillierte Untersuchung der Inschriften.
  62. Piotrosski 1970, Fig. 56: Vanden Berghe-de Meyer 1902,147.
  63. Taşyürek 1975,153 Abb. XXXIV/b; Yıldırım 1977,15.
  64. Taşyürek 1975,153 Abb. XXXIV/a; Yıldırım 1977,15.
  65. özgüç 1961,257 Abb.17; Azarpay 1986,43 Taf. 22; Anadolu Medeniyetleri Bd. I, 293.
  66. Özgüç 1969,97 Taf. 25/2. Leider war es mir nicht möglich, ein Foto oder eine Zeichnung zu finden, dic die ganze Trense zeigen, so sind nur begrenzte Aussagen mögllich.
  67. özgüç 1969,24; Azarpay 1968,14.
  68. Moorey 1974,87 Nr. 52.
  69. ebenda.
  70. Krupnoy 1960, 136-137 Abb. S. 436, Taf. 14/5-6.
  71. Ghirshan 1964, Abb. 337.
  72. Hrouda 1965, 98.
  73. ebenda.
  74. Godard 1931, 165-180; Moortgat 1932, 8-9; Nagel 1963, 48; Calmeyer 1964, 31, 33; Porada 1979, 82-83.
  75. Charriere 1971, Abb. 261, 262, 267, 268; Jettmar 1980, 90 Abb. 53-56.
  76. Porada 1979, 124 Fig. 70
  77. Moorey 1974, 87 Nr. 52 Siehe Abb. 32a.
  78. Terenojkin 1971, 74-
  79. Potratz 1941, 20 Abb. 43. Tallgren hat dieses Stück mit persischen Trensen verglichen und mochte sie zu den ins 7. Jh. v. Chr. datierten Funden aus dem Kazbekschatz stellen.
  80. Potratz 1941, 18 Abb.33; Kuftin 1941, 61.
  81. Potratz 1941, Abb. 34.
  82. Nagcl 1963, Taf. 79.
  83. Andcrson 1961, Taf. 35/c.
  84. Azarpay 1968, 42.
  85. ebanda.
  86. Kuftin 1941, 62
  87. Tallgren 1930, 167.
  88. Potraz 1941, 19; Kuftin 1941, 6o; Potratz 1966.
  89. Potratz 1941, 19.
  90. Potratz 1941, 23-24. Für zusatliche InlOrmationcn über assyrichc Trcnsco sichc Potratz 1966.
  91. Boehmer 1972, 162. Eine urartische Eisentrense aus dem Museum in Elaz~~~ wurde in die hiesige Arbeit nicht aufgenommen, weil sie zu stark korrodiert ist.
  92. Ghirshman 1964, 417
  93. Moorey 1974, 86.
  94. Goff 1969 Abb. 75. Diese Trense besteht aus Eisen.
  95. Trenojkin1971, 73.
  96. ebenda.
  97. Moorey 1 974, 86.
  98. Terenojkin 1971, 71-73.
  99. Nagel 1964, 54 Tar. 79.
  100. Frühe Bergvölker in Armenien und aus dem Kaukasus, Berlin 1983, 50 Fig. 40; Ghirshman 1939, 233 Taf. 56, 62.
  101. Ghirshman 1964, 278.
  102. Hauptmann 1972. 91.
  103. ebenda. Zu dieser Art skythischer Trensen siehe auch Kossack 1983, 167.
  104. Terenojkin 1971, 73.